Die Geschichte des DRK Hilden 1/6

Am 08. Mai 1945 endete der zweite Weltkrieg für Deutschland mit der totalen Kapitulation. Die Stadt Hilden war bereits am 16. April von den Amerikanern besetzt worden. In der Folgezeit war aufgrund des geltenden Besatzungsrechts eine geregelte Rotkreuztätigkeit nicht möglich: Auf Anordnung der Militärregierung der Besatzungsmächte war die Arbeit des Roten Kreuzes im Mai 1945 kreisweit vorläufig eingestellt worden.

Aller (Neu-) Anfang ist schwer; so galt es zunächst einmal, fehlende bzw. verlorengegangene Ausrüstungsgegenstände zu ersetzen, wobei häufig Improvisation gefragt war. Erst zu Beginn der fünfziger Jahre konnte man dann langsam daran denken, die Helfer und Helferinnen, die nun (wieder) gemeinsam das DRK Hilden bzw. die Hildener Rot-Kreuz-Einheit bildeten, neu auszustatten.

In dieser Zeit normalisierte sich das Leben in Deutschland langsamen Schrittes. Am 04. Februar 1950 nämlich wurde die Organisation in der BRD durch den Zusammenschluß der DRK-Landesverbände und des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK zum "Deutschen Roten Kreuz in der Bundesrepublik Deutschland" neu gegründet. 1951/52 folgten die Anerkennung durch die Bundesregierung (26.Februar 1951) und durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK, 26.Juni 1952). Am 24. Juli 1952 wurde das DRK in die Liga der Rotkreuzgesellschaften aufgenommen.

Auf lokaler Ebene trat eine zunehmende Normalisierung der Verhältnisse ein. Im Jahre 1951 fand zudem eine Kreisverbandsübung statt, an der Hildener Kameraden beteiligt waren, freilich noch ohne eine einheitliche Dienstbekleidung. Diese wurde allerdings - so wie das verlorengegangene Ausbildungsmaterial - im Laufe der fünfziger Jahre wieder angeschafft. Seit dieser Zeit hat das Rote Kreuz Hilden immer wieder finanzielle Unterstützung zur Erfüllung seiner Aufgaben erhalten, sei es von den zahlreichen fördernden Mitgliedern, sei es von sogenannten "Sponsoren". Auch die Stadt Hilden trug und trägt entscheidend dazu bei, daß das DRK Hilden heute da steht, wo es steht.

An jährlich wechselnden Orten im Stadtgebiet - vornehmlich bei Hildener Betrieben - wurden zumeist größere Brände durch die Feuerwehr simuliert, wobei das Rote Kreuz die Versorgung der "Verletzten" übernahm. Immer wieder wurde hierbei in den Presse-berichten die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen hervorgehoben.

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